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Gestatten: Micky Maus! Und das ist meine neuer Freund. Er heißt Goofy und hat mir sehr über die Trennung mit Lucky Luke hinweg geholfen.
Klar: ich mache nur Spaß. Doch in Japan wird das Dating mit Comicfiguren bzw. Avataren wirklich ernsthaft betrieben. Das berichtet Netzwelt.de und liefert wahrlich erstaunliche Einblicke in die Welt des Datings:
Bei der kostenlosen Anmeldung wählen die Frauen einen vor vier Charakteren aus: den Sportler, den Intellektuellen, den Sunnyboy oder den Softie. Das Herz des Auserwählten schlägt allerdings nicht direkt für die Benutzerin. Erst nach und nach lernen sich der virtuelle Junge und das reale Mädchen kennen.
Der Vorteil liegt auf der Hand: "Sie" muss nicht einmal das Haus verlassen und auch ungewollte Schwangerschaften dürften auf diesem Weg nicht passieren.
Nun könnte man denken, dass das niemanden oder nur einige wenige Hardcore-Nerds interessiert. Doch weit gefehlt. Schon in den ersten Tagen nach dem Launch haben sich zehntausende Mädchen und Frauen angemeldet. Und das, obwohl die Sätze der Comic-Boys auf lediglich 150 beschränkt sind:
Dating-Simulationen an sich sind in Japan keine Neuheit. Webkare verbindet dies jedoch mit einer anderen Komponente: einem sozialen Netzwerk. Um den Schwarm für sich zu gewinnen und die Liebesgeschichte wie eine Art Spiel voranzutreiben, ist das Vernetzen mit anderen, realen Nutzern nötig.
Vielleicht entsteht auf diesem Weg ja dann doch eine reale Freundschaft. Wenn das überhaupt angestrebt wird.
