
Vielleicht ist es ja genau das, was deutsche Fernsehzuschauerinnen sehen wollen. Ein sexy Model versucht sich daran, einem echten Adeligen den Kopf zu verdrehen – offensichtlich mit Erfolg, wie die Tageszeitung "Die Welt" vermeldet. Ich muss zugeben, dass ich mir die erste Folge von "Gräfin gesucht – Adel auf Brautschau" bei SAT 1 nicht angesehen habe, doch angesichts einer ansehnlichen Quote von 12,9 Prozent bei den 14- bis 49-jährigen kann man wirklich nicht meckern.
Vielleicht hat ja einer von euch zugesehen und kann hier berichten, ob es sich lohnt. Denn die Beschreibung im zitierten Artikel ist viel- und gleichzeitig nichts sagend. Einen Satz möchte ich aber doch zitieren, besticht er doch durch eine gewisse Hellsicht:
Vielversprechend für die Quoten ist zumindest die Mischung aus hochherrschaftlicher Kontaktbörse und medialer Inszenierung eines Märchen- und Mädchentraums, dem die Regenbogenpresse ja gemeinhin ihre hohen Auflagen verdankt. Und so taten zum Auftakt der aristokratischen Kuppelshow alle Mitwirkenden so, als ob sie es ernst meinten.
Auch der Zickenkrieg zwischen den potentiellen Kopfverdreherinnen muss recht unterhaltsam gewesen sein – wenn man denn auf so etwas steht. Mal schauen, ob sich die Quote halten lässt. Vielleicht wird ja irgendwann selbst der Quotenhit "Bauer sucht Frau" des Konkurrenzsenders RTL geschlagen. Doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.
