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Von wegen Emanzipation. Frauen, die im Beruf wirklich "ihre Frau stehen" haben es in der liebe meist schwer. Das meint zumindest "Die Welt" und berichtet über eine verzweifelte Partnersuche.
Und offensichtlich meinen "Experten", dass die Karrierefrauen irgendwie selber schuld sind. Denn einen Mann, der ihnen einerseits das Wasser reichen kann, andererseits aber eine Schulter zum Anlehnen bietet, scheint es auf dieser Welt nicht zu geben. Und so heißt es weiter:
In den USA geht der Trend bereits zum "down-dating", sagt Swoboda: "Frauen treffen sich bewusst mit Männern, die einen niedrigeren Bildungs- oder Berufsstand haben, in der Hoffnung, so doch noch die große Liebe zu finden."
Kaum zu glauben, vor allem, wenn auf einmal von einem "zweiten Liebesmarkt" die Rede ist, wo sich dann die Frauen ab 40 Jahren tummeln. Liebe Leute: irgendwie traue ich diesem Braten nicht so recht. Denn warum sollte eine Frau, die beruflich erfolgreich ist, auf einmal weniger Chancen in der Liebe haben? Das mag in manchen Fällen so sein, liegt aber nach meiner Meinung eher daran, dass die Herren der Schöpfung gerne auf ein nettes, unterlegenes Frauchen herunterschauen. Oder irre ich mich da?

Meine erste Freundin ist eine solche Karrierefrau. Im Alter von 13 bzw. 12 trennten sich unsere Wege, weil meine Familie in einen anderen Stadtteil zog. In 2007, nach 42 Jahren, telefonierten wir miteinander. “Ich laß mich doch nicht einsperren!” Ihr geliebter Karriere-Bräutigam wollte sie seinerzeit tatsächlich auf eine Hausfrau reduzieren, die sein Dasein dekoriert. Also kündigte sie ihm die Freundschaft und lebte ihr geliebtes Leben. Ich bin mir sicher: Es gibt viele, viel zu viele solcher männlichen Schwachköpfe!
Hans Kolpak
versicherungsintern.de