Österreich: Wahlkampf mit Speed-Dating

Ã-sterreich: Wahlkampf mit Speed-Dating
© Rob Inh00d

Früher war alles einfacher. Früher, da gab es in Ã-sterreich noch einen Kaiser und niemand musste sich die Tortur eines Wahlkampfes antun. Dann kam eine Zeit, wo Wahlkampf etwas sehr ernstes und würdevolles war. Und heute? Speed-Dating ist angesagt. Und das alles nur, um Wählerstimmen zu gewinnen.

Was auf den ersten Blick wie ein Scherz klingt, ist in der Tat Realität. So berichtet die Netzeitung darüber, dass Ã-sterreichs Politiker vor den Nationalratswahlen verstärkt um die Stimmen jugendlicher Wähler buhlen. Hintergrund ist, dass im Land der Sachertorten neuerdings auch die 16- und 17-jährigen ihr Kreuzchen machen dürfen, was offensichtlich eine völlig neue Herangehensweise fördert:

Speed-Dating ist angesagt und so bekommen Jugendlich die Chance, gleich mehrer Politiker auf einmal kennen zu lernen. Ziel ist es, den "Coolness"-Faktor zu steigern und von einer Schülerin namens Valerie, dass die meisten Politiker voll unecht seien. Die Schülerin hatte bereits bei einem Demokratie-Workshop mit verschiedenen Politikern ein «Speed-Dating» und war wenig angetan. «Manchmal haben die so um den heißen Brei herumgeredet, das war ein Wahnsinn.»

Tja: es ist wie im richtigen Speed-Dating. Wer seine Chancen nicht nutzt, bekommt am Ende auch kein Kreuzchen. Und so kann man den Ã-si-Politikern nur wünschen, dass sie bald wieder seriösen Wahlkampf betreiben.


Posted Mittwoch, September 24th, 2008 under Misc.

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